Theater und Orchester Heidelberg. Dance Theatre Heidelberg

The Inhabitants

Deutschsprachige Erstaufführung von Iván Pérez

Die ortsspezifische Performance „The Inhabitants“ vom künstlerischen Leiter Iván Pérez war erstmals 2016 während des Operaestate Festival Veneto in Bassano del Grappa in Italien zu sehen und fand seither an verschiedenen Orten Europas statt. Zu Beginn der Heidelberger Spielzeit 2018/2019 bildet sie den eindrucksvollen Auftakt der Arbeit des neuen Dance Theatre Heidelberg (DTH).

Das Stück beschäftigt sich mit dem Entstehen der menschlichen Kultur im Bezug zur Umwelt und Natur. Es hinterfragt, was es heißt, einen Ort zu bewohnen und in physischem Austausch mit diesem zu stehen. In der Performance wird das Publikum unmittelbar auf Tänzerinnen und Tänzer treffen, die sich in einer fiktiven Zukunft befinden. Neben der physischen Begegnung wird dem Publikum somit eine andere Zeit zugänglich.

Das simultane Erleben verschiedener Zeiten ist ein wichtiger Aspekt des Stücks, denn die eigene Gegenwart und imaginäre Zukunft lassen eine Art Zeitmembran entstehen. Diese Membran ermöglicht es, aus sicherer Entfernung, aber mit geweckter Neugier, wie durch ein Fenster in eine potenzielle Zukunft zu blicken und dabei andere, neue Weisen, sich mit seiner Umgebung auseinander und in Bezug zu setzen, zu entdecken.

Presse

Einen „gelungenen Einstand“ habe Iván Pérez mit seinem „ziemlich puristischen“ Debüt in Heidelberg gegeben, urteilt Ulrike Kolter im Online-Magazin der deutschen Bühne. Gezeigt werde die „spezifische Verlebendigung eines Ortes", zugleich eine „Publikumsbegegnung“, „als Ankommen und gegenseitiges Beschnuppern“, bei dem der Zuschauer ständig entscheiden könne, wie nah er sich am Geschehen bewege, was eine „erstaunlich sensible Gruppendynamik“ zur Folge habe. Der Rezensentin fielen jedenfalls „einige charismatische Tänzer-Persönlichkeiten der jungen Truppe“ auf, die sie bald „auch auf der Bühne sehen“ will.

Im „Zusammenspiel mit der Architektur und der urbanen Landschaft“ habe Iván Pérez seine Choreografie entwickelt. Er frage danach, wie „tänzerische Eingriffe“ einen Ort veränderten und damit den Blick der Besucher auf die „vertrauten städtischen Landschaften“. Mit Blick auf die philosophische Frage nach der „zweiten Natur“ zeige Pérez, „dass der Mensch gegebene Strukturen verändern, sie aktiv mitgestalten kann“, erläutert Nora Abdel Rahman im Mannheimer Morgen.

In der Rhein-Neckar-Zeitung sowie auf tanznetz.de berichtet Isabelle von Neumann-Cosel von einer „Begegnung der außerordentlichen Art“ zwischen Tänzern und Publikum, bei der nicht immer eindeutig sei, wer hier Beobachter und wer Objekt der Beobachtung sei. Die Choreografie setze auf „sanfte, magische Betörung des Publikums“, gebe eine „Lektion in Entschleunigung“, stelle sich „sensibel gegen den Zeitgeist“.

CHOREOGRAFIE UND KONZEPT

Iván Pérez

Kostüme

Iván Pérez

Musik

Rutger Zuydervelt

LICHTDESIGN

Andreas Rehfeld

Dramaturgie

Jenny Mahla

Besetzung

Veronika Akopova
Andrea Muelas Blanco
Arno Brys
Marc Galvez
Axier Iriarte
Yi-Wei Lo
Orla McCarthy
Inés Belda Nácher
Stanley Ollivier
Leon Poulton
Kuan-Ying Su
Jacqueline Trapp

Treffpunkt

Festivalzentrum LA8

 

Nachgespräch

im Anschluss an die Vorstellung |
Festivalzentrum LA8

 

INFORMATION

Die Vorstellung findet draußen statt. Mit dieser Produktion sind Sie zu Fuß in der Lichtentaler Allee unterwegs. Bitte kleiden Sie sich witterungsgemäß.

Preise

24 Euro / 12 Euro

Festivalzentrum LA8


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