
von Wajdi Mouawad
in Zusammenarbeit mit Benoît Vermeulen, aus dem Frankokanadischen von Uli Menke
Badisches Staatstheater Karlsruhe
ab 14 Jahren
Sonntag, 10.7., 17:00
Nancyhalle
In einem Fluss werden zwei Leichen geborgen, ein Junge und ein Mädchen, die sich noch im Tod fest umschlungen halten. Der herbeigerufene Gerichtsanthropologe Boon soll die Leichen identifizieren. Eine der Leichen erkennt er wieder: es ist Murdoch, sein Jugendfreund. Vor 15 Jahren verschwand dieser spurlos. Doch wer ist das Mädchen an seiner Seite? Die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen. Boon taucht ab in die Vergangenheit und entdeckt den jungen Rebellen Murdoch, der gegen Ungerechtigkeit und Gleichgültigkeit aufbegehrt, bis etwas Ungeheuerliches geschieht. Wajdi Mouawad ist mit „Die Durstigen“ ein raffiniert gebautes Jugendstück über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens gelungen, über Enttäuschungen und Aufbegehren – aber auch über die Liebe und die Kraft der Phantasie.
Wajdi Mouawad, geboren 1968 im Libanon, aufgewachsen in Frankreich, lebt seit einigen Jahren in Kanada, wo er als Schauspieler, Autor und Regisseur arbeitet. Von 2000 bis 2004 leitet er das „Théâtre de Quat‘Sous“ in Montréal. Für seine Stücke erhält er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Prix Molière als bester frankophoner Autor (2005) und den Grand Prix du Théâtre der Académie française (2009).